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Pflichten und Aufgaben als GmbH-Geschäftsführer:in

Wer eine GmbH leitet, übernimmt drei Pflichten-Bündel: gesetzliche (bspw. HGB, GmbHG, Steuerrecht), betriebswirtschaftliche (Buchhaltung, Liquidität, Strategie) und Compliance-Pflichten (bspw. DSGVO, Arbeitsrecht, Branchenspezifika). Diese Übersicht ordnet sie kompakt — mit Fristen und der Brücke zu deiner Aufgabenliste.

Wir betrachten Pflichten im laufenden Geschäft. Krisen, Sondersituationen und Insolvenz haben eine eigene Logik und sind hier nicht der Schwerpunkt — bei akuten Fällen ist immer Fachpersonal die richtige Adresse.

Veröffentlicht am 4. Mai 2026 · Lesezeit ca. 8 Minuten

Über diese Übersicht

Eine GmbH-Geschäftsführerin oder ein GmbH-Geschäftsführer hat drei Sorten Pflichten: gesetzliche (bspw. Sorgfalt, Buchführung, Steuern, Frühwarnung), betriebswirtschaftliche (Buchhaltung, Liquidität, Strategie) und Compliance (bspw. DSGVO, Arbeitsrecht, Geldwäschegesetz).

Was du hier findest: eine strukturierte Übersicht für das laufende Tagesgeschäft. Eine Grundlage, mit der du selbst eine Aufgabenliste aufbauen kannst, die zu deiner Situation passt.
Was hier nicht im Fokus ist: Krisen, Sondersituationen oder Insolvenzverfahren. Diese Themen haben eine eigene Logik und sollten unmittelbar mit Fachpersonal besprochen werden.
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Was du hier nicht findest: Rechts- oder Steuerberatung. Beides kann nur durch Fachpersonal geleistet werden — Steuerberatung, Notariat, Fachanwaltskanzlei. Bei Fragen oder konkreten Problemen empfehlen wir dringend, eine:n entsprechende:n Fachprofi hinzuzuziehen.
/ 01 — Cluster

Gesetzliche Pflichten

Was Gesetze und Verordnungen vorschreiben — vom GmbH-Gesetz bis zum Steuerrecht. Die Liste ist nicht abschließend; sie zeigt typische Pflichten im laufenden Geschäft.

Gestapelte Gesetzbücher mit Aufschriften GmbHG, HGB, AO, UStG, daneben ein Richterhammer und das Paragraphen-Symbol — symbolische Darstellung der gesetzlichen Pflichten einer GmbH-Geschäftsführung.

Sorgfaltspflicht (bspw. § 43 GmbHG)

Du musst die Geschäfte mit der Sorgfalt einer ordentlichen Kaufperson führen. Bei Verstößen kann persönliche Haftung gegenüber der GmbH entstehen.

Buchführungspflicht (bspw. § 238 HGB)

Doppelte Buchführung, Inventar, Jahresabschluss. Eine GmbH ist immer bilanzierungspflichtig — auch wenn sie klein ist.

Steuerliche Pflichten (bspw. AO, UStG, KStG, GewStG)

Umsatzsteuer-Voranmeldung, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Lohnsteuer. Pünktlich, vollständig, nachvollziehbar.

Krisenfrüherkennung (bspw. § 1 StaRUG)

Laufende Pflicht, Risiken früh zu erkennen. Bedeutet konkret: ein Frühwarnsystem aufbauen, bevor eine Krise da ist — Liquiditätsblick, einfache Indikatoren, regelmäßige Reviews.

Offenlegungspflicht (bspw. §§ 325 ff. HGB)

Jahresabschluss beim Bundesanzeiger einreichen — innerhalb von zwölf Monaten nach Geschäftsjahresende.

Sozialversicherung

Anmeldung von Beschäftigten, Lohnabrechnungen, monatliche Beitragsmeldungen, A1-Bescheinigungen bei Auslandseinsatz.

Insolvenzantragspflicht (bspw. § 15a InsO)

Greift bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Da Krisen-Themen einer eigenen Logik folgen, betrachten wir sie hier nicht im Detail. Bei akuter Zahlungsschwierigkeit ist die richtige Reaktion immer: sofort Fachpersonal einschalten.

/ 02 — Cluster

Betriebswirtschaftliche Pflichten

Was eine GmbH am Leben hält — Buchhaltung, Liquidität, Strategie. Diese Pflichten sind weniger präzise im Gesetz formuliert, aber ohne sie geht es nicht.

Bildschirm mit Liniendiagramm, Taschenrechner, Münzstapel und Tortendiagramm in Mint-Tönen — symbolische Darstellung der betriebswirtschaftlichen Pflichten einer GmbH-Geschäftsführung.

Laufende Buchhaltung

Belege erfassen, kontieren, Konten führen. Selbst gemacht, mit Tool oder Steuerberatung — irgendjemand muss es tun.

Liquiditätsplanung

Ein Blick voraus: reicht das Geschäftskonto in drei Monaten? In sechs? Liquiditätsengpässe sind ein häufiger Insolvenzgrund — und genau deshalb gehört Liquidität in den Alltag, nicht erst in die Krise.

Jahresabschluss

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang. Bei mittelgroßen GmbHs zusätzlich Lagebericht.

Strategische Planung

Wo soll die GmbH in fünf Jahren stehen? Welche Ziele bis Jahresende? Ohne dokumentierte Strategie verzettelt sich auch das beste Tagesgeschäft.

Controlling

Soll-Ist-Vergleich, Kennzahlen, frühzeitige Warnsignale. Gerade in kleinen GmbHs oft Nebensache — aber teurer Fehler.

/ 03 — Cluster

Compliance-Pflichten

Was darüber hinaus eingehalten werden muss — Datenschutz, Arbeitsrecht, branchenspezifische Vorgaben. Auch hier gilt: nicht abschließend.

Schutzschild mit grünem Häkchen, Aktenordner und Vorhängeschloss — symbolische Darstellung der Compliance-Pflichten einer GmbH-Geschäftsführung.

Datenschutz (bspw. DSGVO, BDSG)

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, AV-Verträge mit Dienstleistern, Datenschutzerklärung, ggf. Datenschutzbeauftragte:r.

Arbeitsrecht (bspw. ArbZG, MiLoG, BUrlG)

Arbeitsverträge, Arbeitszeiterfassung, Mindestlohn, Urlaubsanspruch, Kündigungsfristen. Plus Schwellenwerte (etwa Kündigungsschutz ab 10 Beschäftigten).

Geldwäschegesetz (bspw. § 20 GwG, Transparenzregister)

Wirtschaftlich Berechtigte ans Transparenzregister melden. Bei bestimmten Branchen zusätzliche Sorgfaltspflichten.

Arbeitsschutz (bspw. ArbSchG, DGUV-Vorschriften)

Gefährdungsbeurteilung, Erste-Hilfe-Ausstattung, Unterweisung der Beschäftigten — auch bei nur einer:einem Mitarbeitenden.

Branchenspezifika

Je nach Tätigkeit: Berufsgenossenschaft, IHK-Pflichten, Berufshaftpflicht, Sondergenehmigungen, ggf. Aufsichtsbehörden.

/ 04 — Wann muss was passieren?

Fristen-Übersicht

Die wichtigsten wiederkehrenden und anlassbezogenen Termine — sortiert nach Frequenz.

Monatlich
  • Lohnabrechnungen und Sozialversicherungs-Meldungen (bis 5. des Folgemonats)
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung (bei monatlicher Pflicht: bis 10.)
Quartalsweise
  • Umsatzsteuer-Voranmeldung (bei quartalsweiser Pflicht: bis 10. nach Quartalsende)
  • OKR-Review und Liquiditätsplanung (kein gesetzliches Muss, aber gute Praxis)
Jährlich
  • Jahresabschluss (innerhalb von 12 Monaten nach Geschäftsjahresende erstellen, dann offenlegen)
  • Körperschaftsteuer-Erklärung, Gewerbesteuer-Erklärung, Umsatzsteuer-Erklärung
  • Strategische Jahresplanung
Anlassbezogen
  • Insolvenzantrag (innerhalb von 3 Wochen bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung)
  • Änderung Geschäftsführung, Sitz, Stammkapital → Handelsregister
  • Änderung wirtschaftlich Berechtigter → Transparenzregister
/ 05 — Strategie ist auch Pflicht

Die unterschätzteste Geschäftsführer:innen-Pflicht

Im GmbHG steht es nicht so direkt. Aber unter der Sorgfaltspflicht aus § 43 GmbHG verbirgt sich eine ganze Menge: Wer das Unternehmen führt, muss es auch steuern können. Ohne klare Strategie, ohne messbare Ziele und ohne regelmäßige Reviews ist das schwer.

In einer Befragung räumten 61% der C-Level-Führungskräfte ein, dass ihre Unternehmen die Brücke zwischen Strategie-Formulierung und Tagesgeschäft nicht zuverlässig schlagen können. 95% der Mitarbeitenden geben an, die Strategie ihres Unternehmens nicht zu verstehen. Das ist kein Mittelstands-Problem allein — auch in kleinen GmbHs liegen die Strategieordner oft im Schrank, während im Tagesgeschäft die nächste Frist alles dominiert.

Wer als Geschäftsführer:in seine Sorgfaltspflicht ernst nimmt, gibt der Strategie einen festen Platz im Werkzeugkasten — neben der Buchhaltung, neben der Steuer, neben dem Arbeitsrecht. Nicht als Kür, sondern als Pflicht.

/ 06 — Was aktuator dazu beiträgt

Pflichten in eine Aufgabenliste übersetzt

aktuator generiert für dich und deine GmbH eine Aufgabenliste, die dich Schritt für Schritt durch die anfallenden Prozesse leitet und dir gute Denkanstöße gibt, wo du noch hinschauen kannst. aktuator legt das Fundament, du füllst es mit Leben:

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28 Aufgaben für die GmbH
Vorgepflegt: Notar, Handelsregister, Stammkapital, Geschäftskonto, steuerliche Erfassung, Sozialversicherung — und alle wiederkehrenden Pflichten.
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Drei Phasen, kein Wirrwarr
Idee, Gründung, Operativ — pro Phase die richtigen Aufgaben. Im Endlosmodus passt aktuator die Liste nach jedem Jahresabschluss an.
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Strategie und Tagesgeschäft
Vision, BSC und OKR mit IPM — angeschlossen an deine Aufgaben. Damit die Sorgfaltspflicht aus § 43 GmbHG nicht im Schrank verstaubt.
/ FAQ

Häufige Fragen zu GmbH-Geschäftsführer:innen-Pflichten

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Was ist der Unterschied zwischen Pflichten und Aufgaben einer:eines GmbH-Geschäftsführer:in?

Pflichten sind das, was Gesetz, Vertrag oder Unternehmensinteresse vorschreiben — also bspw. Sorgfalt, Buchführung, Steuern. Aufgaben sind das, was du im Alltag tust, um diesen Pflichten nachzukommen — Belege erfassen, Termine einhalten, Verträge prüfen, Beschäftigte führen. Pflicht ist das Was, Aufgabe das Wie.

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Was ist mit Krisensituationen, Insolvenz oder Sondervorgängen?

Diese Themen folgen einer eigenen Logik (bspw. Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO, Sanierungsverfahren nach StaRUG) und sollten unmittelbar mit Fachpersonal besprochen werden — Insolvenz-Fachanwaltskanzlei, Steuerberatung, ggf. Sanierungsberatung. Diese Übersicht beschäftigt sich bewusst mit Pflichten im laufenden Geschäft, nicht mit Krisenmodi.

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Hafte ich als Geschäftsführer:in mit meinem Privatvermögen?

Grundsätzlich haftet die GmbH mit ihrem Vermögen — das ist der Punkt der Haftungsbeschränkung. Geschäftsführer:innen können aber in bestimmten Konstellationen auch persönlich haften, etwa gegenüber der GmbH bei Verletzung der Sorgfaltspflicht (bspw. § 43 GmbHG) oder gegenüber Dritten bei Steuerschulden (bspw. § 69 AO) oder nicht abgeführten Sozialversicherungsbeiträgen. Wann genau das greift, ist eine Frage des Einzelfalls und gehört in die Hand einer Fachperson — Steuerberatung oder Fachanwaltskanzlei.

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Welche Pflichten fallen weg, wenn ich Solo-Geschäftsführer:in ohne Beschäftigte bin?

Lohnsteuer, Sozialversicherungsmeldungen, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz für Mitarbeitende fallen weg, solange du niemanden anstellst. Alles andere — Buchführung, Steuern, Datenschutz, Strategie, Krisenfrüherkennung — gilt unverändert. Eine kleine GmbH ist gesetzlich nicht weniger eine GmbH als eine große.

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Brauche ich für die GmbH eine:n Steuerberater:in?

Pflicht ist das nicht. Faktisch nehmen die meisten kleinen GmbHs eine:n — wegen Bilanz, Steuererklärung und der Sicherheit. Wer Buchhaltung und Bilanz selbst macht, braucht ein passendes Tool, sehr disziplinierte Belegerfassung und idealerweise einen Jahresend-Termin mit einer Fachperson. Das ist kein Beratungstipp für andere, sondern unsere eigene Praxis als kleine UG.

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Was passiert, wenn ich eine Pflicht versäume?

Je nach Pflicht: Verspätungszuschläge (Steuern, Bundesanzeiger), Bußgelder (Transparenzregister, Datenschutz), persönliche Haftung — oder bei schweren Verstößen strafrechtliche Konsequenzen. Welche Folge in welchem Fall greift, ist eine Frage des Einzelfalls und gehört zu Fragen, die mit Fachpersonal besprochen werden sollten. Frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren ist immer günstiger als zu ignorieren.

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Wie hilft aktuator dabei?

aktuator generiert für deine Rechtsform ein Aufgabenpaket mit den passenden Pflichten — über 100 Vorlagen, durch ein steuerliches Interview an deine konkrete Situation angepasst. Wiederkehrende Pflichten erscheinen automatisch im richtigen Rhythmus. Strategische Planung mit IPM (Vision, BSC, OKR) und das Tagesgeschäft kommen aus einem Werkzeug. Aufgabenverwaltung und Vorlagen sind dauerhaft kostenlos, das IPM-Modul ist Teil von SoloPRO und BusinessPRO. aktuator ersetzt keine Fachberatung — es legt die Grundlage, mit der du eine eigene Aufgabenliste aufbauen kannst.

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Sich informieren ist gut. Beraten lassen ist besser.

Sich zu informieren ist der richtige erste Schritt — und genau dafür ist diese Übersicht gedacht. aktuator legt Wert darauf, dir eine strukturierte Grundlage zu geben, mit der du selbst eine Aufgabenliste aufbauen kannst, die zu deiner Situation passt. Pflichten und Fristen variieren je nach Geschäftsmodell, Branche, Bundesland und gesetzlicher Änderung. Deine eigene Situation ist immer speziell.

Diese Seite ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Solche Beratung kann nur durch entsprechend ausgebildetes und zugelassenes Fachpersonal geleistet werden — Steuerberatung, Notariat, Fachanwaltskanzlei. Bei Fragen oder konkreten Problemen empfehlen wir dringend, eine:n entsprechende:n Fachprofi hinzuzuziehen. Frühzeitig zu fragen ist immer günstiger als zu spät.

Den vollständigen Haftungsausschluss findest du hier.

Pflichten strukturieren.

Lade aktuator und starte mit der GmbH-Aufgabenliste, die deine Rechtsform schon kennt.